Kommunionhelfer St. Vitalis

Acht Gemeindemitglieder von St. Vitalis sind z.Z. als Kommunionhelfer in den Gottesdiensten aktiv. Voraussetzung ist eine Schulung durch das Erzbistum Köln mit anschließender Beauftragung. Kommunionhelfer sind beauftragt, den Priester unterstützend, in der Hl. Messe der Gemeinde die hl. Kommunion zu reichen. In unserer Gemeinde gibt es das Angebot, auf Wunsch älteren und kranken Menschen die hl. Kommunion nach Hause zu bringen. Wir treffen uns dreimal im Jahr, um unseren Terminplan festzulegen. Dabei findet auch ein Erfahrungsaustausch statt. Es werden auch relevante, aktuelle Themen diskutiert.



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Kommunionhelfer St. Pankratius

Hans-Günter Hinzen

(was ständig bewusst sein sollte)

Der ewige Gott will uns sterblichen Menschen nahe sein.Insbesondere hat er das dadurch gezeigt, dass in Jesus Christus sein eingeborener Sohn Mensch wurde. Er hat sich bis in den Tod hinein mit uns solidarisiert und uns so ewiges Leben bei Gott ermöglicht. In seinem irdischen Leben hat er Apostel berufen und ihnen die Spendung und Verwaltung von Sakramenten übertragen. Durch ihr Wort „wird in einem realisierenden Zeichen vollzogen, worauf aufmerksam gemacht wird.“ 1)

Ein unübertreffbares Zeichen der Nähe und Gegenwart Gottes ist die Kommunion (Altarssakrament/ Eucharistie). In der Gestalt des Brotes und des Weines ist Jesus Christus nicht nur sichtbar und greifbar unter uns, sondern der ewige Gott will sich ganz mit uns verbinden. Als Speise gibt Jesus Christus sich ganz uns hin. Er ist in uns, damit wir in ihm sind und ewiges Leben haben. (siehe Joh.6,54-56)

Von Anfang an hat sich die Kirche darum gesorgt, dass dem Herrn in diesem wunderbaren Sakramente große Ehrfurcht und Verehrung entgegengebracht wird. So hat schon Paulus die Korinther getadelt, weil sie das Herrenmahl als Sättigungsmahl begingen.(1 Kor.11,17ff.) – Sie hat Priester die hl.Messe hinter Chorschranken (was die orthodoxen Christen weitgehend noch heute tun) mit dem Rücken zum Volk möglichst weit entfernt feiern lassen. Laien durften in der Regel nur 3-4mal im Jahr kommunizieren. Vor dem Kommunionempfang musste jeder ab Mitternacht nüchtern sein. Die Kommunion austeilen durften nur Priester und Diakone.

Aus unterschiedlichen (Beweg)Gründen hat sich seit Beginn des 20.Jahrhunderts (Pius X) und erst recht seit dem letzten Konzil (u.a. Paul VI) die Kirche gegenüber den Laien geöffnet. So wurden Laien berufen, in der hl.Messe die Kommunion auszuteilen und Alten und Kranken die Kommunion zu bringen. Damit haben sie Aufgaben der Diakone übernommen. Dessen sollten sie sich bewusst und darauf bedacht sein, in ihrem Dienst Ehrfurcht und Verehrung des Allerheiligsten zum Ausdruck zu bringen.

Kommunionhelfern muß aber auch bewusst sein(das ist besonders wichtig, weil die reformierten Kirchen das Folgende ablehnen.), dass die Kommunion(Eucharistie) nicht nur Herrenmahl, also gemeinsames Mahl mit Jesus Christus, sondern auch die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers ist: Das geht schon aus den überlieferten Einsetzungsworten hervor.“ Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.....Das ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“(Lk 22,19b+20b). Ähnlich in 1Kor.11,29. Hier wird es noch ergänzt durch:“Sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn bis er kommt.“(1 Kor.11,26). Auch ein anthropologischer Bezug ist gegeben: Von Wasser abgesehen können wir Menschen nur etwas zu uns nehmen, was die Vernichtung oder zumindest Beeinträchtgung anderen Lebens bedeutet. Das Genossene wird zu dem, was wir für unser Leben brauchen. Wer sich nun als Nahrung irgendwem freiwillig gibt, weiß, dass er sich dem Essenden ganz und vollständig hingibt. 2) Th. Schneider beschreibt das in seinem Buch“Zeichen der Nähe Gottes“ so:“Gott...drückt seine Liebe zu uns aus in dem restlosen Einsatz Jesu bis hin zur völligen Selbstpreisgabe......Die Mahlfeier hat die Darbringung des ganzen Christus ....zum Ziel.....Das sichtbare Zeichen für die Hingabe Jesu Christi ist nicht irgendein gedachter... Darbringungsritus, sondern das Mahl also... das Anbieten und Austeilen seiner selbst als Speise an uns.“3)

Kommunionhelfer (selbst sterbliche Menschen) bringen Jesus Christus, den lebendigen Gottessohn sterblichen Mitmenschen!!

1) Piet Schoonenberg in 3
2) aus persönlichem Referat 1992
3) Th.Schneider: Zeichen der Nähe Gottes. Grundriß der Sakramententheologie, Mainz 1992

 



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