Krippenbauer
Geht es auf die Adventszeit zu, treten die Krippenbauer auf den Plan. Alle Jahre wieder bauen sie in der Pfarrkirche St. Vitalis die Weihnachtskrippe auf. Angefangen hat die Geschichte vor fast 25 Jahren. Müngersdorfer Männer hatten beim Stammtisch in der Gaststätte „Em Ringströßje“ die Idee, eine neue, große Krippe zu bauen.Heute sorgen 9 Krippenbauer - zwischen 67 und 94 Jahre alt - dafür, dass die 7 Stationen der Krippe pünktlich zu den jeweiligen Anlässen (Adventsonntage, Heilig Abend, Heilige Drei Könige).fertig gestellte sind.
Die Weihnachtskrippe von St. Vitalis ist aufgrund ihrer Größe und der liebevoll gestalteten ländlichen Atmosphäre weit über Müngersdorf hinaus bekannt und erfreut sich zahlreicher Besucher. Die in Köln und Umgebung zunehmend beliebten Krippenfahrten führen oft auch nach Müngersdorf.
Durch Spenden und den Verkauf von Krippenkarten konnten die Krippenbauer der Gemeinde St. Vitalis u.a. die Anschaffung eines Evangeliars und eines Messgewandes ermöglichen. Auch an der Errichtung des St. Wendelinus-Bildstocks an der Aachener Straße waren die Krippenbauer maßgeblich finanziell beteiligt. Darüber hinaus sponsern sie das jährlich im Sommer stattfindende Pfarrfest.
Besichtigungszeiten:
ab 1. Weihnachtstag bis Maria Lichtmeß (2.Februar) Mo – Sa von 9 – 17 Uhr, So 13 – 17 Uhr
Führungen nach Absprache
Krippengeschichte
Schon seit dem 16. Jahrhundert sind szenische Darstellungen des Weihnachts-Evangeliums bekannt. Auch unsere Krippe will sich in den Dienst dieser Glaubenshilfe stellen. Sie möchte uns das Heilsgeschehen leibhaftig näher bringen.Jesus wollte damals – als auch heute und morgen – in allen Menschen und damit in jeder Umgebung geboren werden. Darum haben wir die Darstellung der Frohen Botschaft nach Müngersdorf verlegt.
Das Kernstück unserer Krippe ist: die Menschwerdung Gottes als Kind. Jesus lädt alle Völker ein, seinem Ruf zu folgen. Sie ist darum der Mittelpunkt unserer Krippe.
Das Wegekreuz soll uns auf die Beendigung des irdischen Weges Jesu hinweisen.
Die Krippe wird als Stationskrippe vom 1. Advent bis Maria Lichtmess in sieben verschiedenen Bildern aufgestellt.
Johannes, Rufer in der Wüste
Verheißung der Geburt Jesu
Maria bei Elisabeth
Herbergssuche
Geburt Jesu
Verkündigung an die Hirten
Die Könige verehren das Kind
Flucht nach Ägypten
Der Reiz dieser großflächigen Bühnenkrippe macht die liebevoll gestaltete ländliche Atmosphäre aus, die nicht ohne ein wenig Wehmut an vergangene Zeiten des Dorfes Müngersdorf erinnert. Der Stall als Unterkunft der Heiligen Familie ist die naturgetreue Nachbildung der Hofeinfahrt des Hauses gegenüber dem Hauptportal der Kirche, Wendelinstraße 63, bis zum Jahre 1888 Dorfstraße 45. Das Wohnhaus ist ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, vor dessen Fachwerkgiebel 1887 die heutige Ziegelsteinfassade gesetzt wurde. Der Notstall zum Hufbeschlag der Pferde befand sich früher an der rechten Seite des Wohnhauses. Die Schwengelpumpe entsprechend der Nachbildung stand noch bis 1939 auf dem Dorfplatz. Die bäuerliche Szene wird durch die Vielzahl der altertümlich wirkenden Geräte bestimmt. Das Wegekreuz – gestiftet von der Familie Päffgen – steht am Aufgang zur Kirche, Alter Militärring.
Unter den dargestellten Personen ist – von den Müngersdorfern begeistert aufgenommen – die unverkennbare Gestalt des langjährigen und sehr beliebten Pastors LEO DITGES (1928 – 1955 ) zu finden.
Die Krippenfiguren aus der Werkstatt Wehling in Kevelaer wurden Ende der sechziger Jahre von der Pfarrkirche St. Vitalis erworben. Mit dem Bau der Krippe wurde 1983 begonnen. Sie hat auf der Krippenausstellung in Höfen 1985, sowie auf der „Krippana“ in Losheim in der Eifel 1989 und 1998 ebenso wie 1996 auf der großen Krippenschau in St. Michael in Köln anläßlich des 15. Weltkrippenkongresses ein internationales Publikum begeistert.
Die Krippenbauer von St. Vitalis