St. Pankratius in Köln-Junkersdorf

Nach dem Krieg wies diese Kirche viele Schäden auf und war wiederum zu klein geworden, so dass sie 1960-62 einem weiteren Neubau weichen musste. Als Architekt war Bernhard Rotterdam beauftragt worden, der zur gleichen Zeit zusammen mit Willy Weyres das Kurienhaus am Roncalliplatz baute. Die neue Kirche entspricht dem Kirchenbau der frühen 60er Jahre: Im Außenbau ein schlichter Backsteinkubus über L-förmigem Grundriss mit vorgelagertem Atrium auf zierlichen Säulen. In die der Kreuzung zugewandten Ostfassade sind zwölf kleine und eine größere kreuzförmige Öffnung eingebrochen. Seitlich dieser Fassade ragt der 40 m hohe Glockenturm empor, der wie die Kirche durch geometrische Betonraster und kontrastierende Backsteinfüllungen gegliedert ist. Eine tragende Betonbinderkonstruktion gliedert und rhythmisiert den schlichten Innenraum. Gemeinde- und Altarbereich gehen ineinander über, erhalten aber aus gegensätzlichen Richtungen Licht, das durch zahlreiche, in die Betonraster eingelassene Fensterflächen farbig hereinströmt. Die abstrakt gestalteten Fenster stammen von Paul Weigmann. Die weitere künstlerische Ausstattung stammt von Luise Hundgeburth aus Junkersdorf (Triumphkreuz, 1968) und Emilio Ritz (Kreuzweg, 1958). 1970 errichtete die Firma Josef Weimbs aus der Eifel die Orgel mit 30 Registern.

Quelle: www.kirchenkoeln.de